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Ich habe über kijiji.ca (eine französische Kleinanzeigenbörse, die hier sehr in ist) ein junges Ehepaar kennengelernt und mit diesen eine Reise nach Toronto und Niagara gebucht (da wir zu dritt waren, haben wir nur 119 $ statt 179 $ pro Person gezahlt).
Die Reiseagentur war chinesisch, aber mit asiatischer Bestrebsamkeit geführt. Nachdem es am Freitag in Montreal den ganzen Tag geschneit hatte, war ich etwas in Sorge, ob das alles so klappen würde.
Samstag morgen war gottlob nicht allzu viel Neuschnee gefallen, es schneite jedoch leicht, als wir um 7.15 in den Bus stiegen. Dieser war nicht wirklich komfortabel, ich kann mich jedoch auf engstem Raum "zusammenklappen" um schlafen zu können, so dass dies nicht so schlimm war.
Wir sind dann auf nach Toronto, haben zwischendurch in einem chinesischen Buffet Restaurant - was erstaunlich gutes Essen bot - Mittag gegessen und sind gegen drei am CN-Tower, dem weltgrößten freistehenden Gebäude (553 m), angekommen. Von dort hatte man trotz des etwas diesigen Wetters ein großartiger Ausblick
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/TorontoUndNiagara
Von dort aus sind wir in die Stadtmitte gefahren, wo auf dem Platz zwischen altem und neuem Rathaus ein Winterfest stattfand mit Eisfläche, Spektakel und gratis Kakao von Tim Hortons (Eine Mischung aus Dunkin Donuts und Starbucks: Es gibt diese Läden an jeder 2. Ecke, sie machen großartigen French Vanilla Cappuchino und alle Bagel und Muffins, die ich bis jetzt gegessen habe, waren auch wirklich gut und nicht teuer).
Danach ging es zum Parlament. Dies machte irgendwie eher den Eindruck, als sei dort eine Schule untergebracht. Es gab keine Wachmänner, keine Sicherheitsvorkehrungen... ein Spiegel der Kriminalität in Kanada! Hier kann man in der Stadtmitte und in dem Viertel, wo ich wohne, wirklich abends noch bedenkenlos zu Fuß gehen, viele Leute schließen ihre Häuser nicht ab und niemand hat Angst vor Amokläufern etc...
Als letzten Punkt sind wir noch zur Universität gefahren, da hat jedoch meine Kamera batteriebedingt ihren Geist aufgegeben.
Gegen neun kamen wir dann in Niagara an und konnten noch einen kurzen Blick auf die "Falls" erhaschen, bevor wir Richtung Hotel einbogen.
Das Hotel war ordentlich, es gab auch einen jederzeit zugänglichen Fitnessraum, so dass ich mir wie gewohnt morgens um halb sechs die Seele aus dem Leib rennen konnte.
Ich bin früh ins Bett, früh wieder auf, ab aufs Laufband und dementsprechen gutgelaunt dann um 7 in einen kleinen American Diner, wo es für 5 $ ein Frühstück aus 3 Pancakes, Bacon, Syrup, Jam, (leicht schalem) Coffee und Orange Juice gab.
Dann ging es ab zu den Fällen. Obwohl diese nicht sehr hoch sind, sind die Wassermassen schon gewaltig. Es tost ziemlich laut und die Gischt sprühte bis zu uns auf die Promenade, was einen Eismantel auf das ganze Geländer zauberte.
Der untere Teil der Fälle und des Flusses war vereist und mit Schnee bedeckt, was dem Spektakel einen ganz besonderen Charme verlieh. Obwohl viele Leute mir davon abgeraten hatten, die Fälle im Winter zu besuchen, bin ich froh, es so gesehen zu haben. Die meterlangen Eiszapfen an den Wänden und der harsche Schnee auf dem teilweise gefrorenen Fluss waren einfach schön anzusehen!
Gegen 10 sind wir auf den Skylon Tower, der im Gegensatz zum CN Tower "nur" 160 m hoch war, jedoch trotzdem einen tollen Überblick über beide, die geraden amerikanischen Fälle und die "horseshoe" kanadischen Fälle erlaubte. Über die amerikanische Grenze sind wir jedoch nicht gegangen.
Um halb zwölf ging es dann zu einem Factory Outlet, wo ich einige Sachen gefunden habe, von wirklich supergünstiger Nike-Sportbekleidung, über ein paar Pullis zu einem Mitbringsel für meine Nachbarin, die in der Zeit auf Baghira aufgepasst hat.
Um eins wurde gegessen - wieder ein chinesisches Buffet, aber wieder gutes Essen, mit frischem Salat und viel knackigem Gemüse mit verschiedenen Fleischsorten und Eis mit Früchten als Nachtisch.
Nach dem Essen brachen wir dann die lange Rückreise (7 h) an und erreichten Montreal mit 2 Pausen letztendlich um 10 Uhr abends.
Mit Sylvie und ihrem Mann habe ich mich viel unterhalten. Die beiden kommen aus La Reunion (französiche Kolonie), er hat ein 2-Jahres-Visum als Informatiker, sie hat Englisch studiert. Mal sehen, ob wir uns nochmal treffen.
Fazit: Ein großartiges Wochenende, aber jetzt bin ich ziemlich müde (obwohl ich fast die ganze Zeit im Bus geschlafen habe?!)...
C'est dur, la vie!
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