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In den letzten zwei Wochen habe ich sehr viel unternommen, jedoch weniger touristisch wertvolle Touren, sondern vielmehr habe ich sehr viel sportlich unternommen und bei abendlichen Aktivitäten eine Menge Leute kennengelernt.
Am Donnerstag, dem 9.2. fand der Neujahrscocktail der Handelskammer statt, ein jährlich stattfindendes Networking-Event, auf dem neue Mitglieder geworben und die vorhandenen Mitglieder sich besser kennenlernen konnten. Es gab sehr leckeren Käse und auch Wein sowie deutsches Bier. Meine Chefin Susanne hat zu Anfang eine Rede gehalten...
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/NewYearSCocktail
Freitag hatte ich wie immer frei und bin erst Mittags mit Nina, einer Referendarin für Englisch und Französisch auf den Markt und dann etwas essen gegangen. Nachmittags bin ich dann mit dem Arbeitskollegen Dennis auf den Beaver Lake zum Eislaufen
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/Eislaufen
Samstag ging es dann das erste Mal mit einem privat organisierten Trip mit Arbeitskollege Amin und seinen Bekannten Leshek (aus Polen) und Anabell (Französin senegalesischer Abstammung) zum Skifahren. Destination Mont Garceau, das Board sollte also endlich seine erste Piste küssen.
Es war ein guter Tag zum Fahren, nicht zu kalt und die Aussicht war einfach fantastisch. Man sah direkt auf einen zugefrorenen und eingeschneiten See...
Es stellte sich heraus, dass Amin und ich ungefähr auf einem Niveau fuhren, so dass wir den Tag zusammen dort verbrachten. Anabel hat einen Skikurs genommen - sie stand noch nie auf Skiern - und Leshek hat an dem dort stattfindenden Skirennen teilgenommen, er war wirklich sehr schnell!!!
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/MontGarceau
Am Sonntag (10.02.) folgte dann das Ereignis der Woche: Ice Climbing School!!!
Morgens um 7 ging es los. Dennis und ich stiegen in das Auto zweier Russen, die an der McGill studierten und ab ging es in Richtung Mont Tremblant in die Montagne d'Argent. Gegen halb zehn trafen wir am vereinbarten Treffpunkt auf den Rest der Gruppe und Mark unseren Führer.
Nach einer kurzen weiteren Fahrt zum Kletterplatz packten wir dann die vielen Taschen Equipment aus und versorgten uns mit Eisäxten, Steigeisen und den Klettergurten. Es folgte eine kurze Auffrischung der Sichertechnik und dann bestieg Mark im Vorstieg die vereiste Wand, um uns die Topropes an einem Baum festzumachen. Danach ging es los mit einer kleinen Technik-Kunde (O-Beine und Zehen nach oben!!) und letztendlich konnten wir dann die Äxte nach dem Schema "BOOM BOOM TICK TICK" in das Eis schlagen und uns die senkrechte Wand nach oben arbeiten. Es war ein Heidenspaß, das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und jeder konnte nach konditioneller Lage oft oder weniger oft an die Wand.
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/Eisklettern
5 Stunden später traten die ersten Ermüdungserscheinungen auf und gegen vier Uhr ging es auf in Richtung Montreal. Ein Riesenerlebnis und... ich werde es wieder tun!!!
Montag ging ich dann nach diesem aktiven Wochenende körperlich ein wenig auf dem Zahnfleisch, aber was nicht tötet, härtet ab!
Mittwoch abend ging es dann ab auf die Tanzpiste. Die Diskotheken sind hier in Montreal auch unter der Woche geöffnet, jedoch immer nur bis um 3 Uhr. Daher gehen die Leute hier einfach etwas öfter... ;) Hier habe ich viele Leute von der HEC, der örtlichen Wirtschaftshochschule kennengelernt, sehr spaßiger Abend. Nach 3, als in der Disko die Lichter angingen, liefen wir noch zu "La Banquise", dem angeblich besten Restaurant, um Poutine zu essen, das Quebecker "Nationalgericht": Pommes mit Cheddar und fetter Bratensauce. Kalorienbombe hoch 113, aber sehr beliebt als Absacker nach einer halbdurchtanzten Nacht. Ich glaube zwar nicht, dass ich das noch einmal essen werde, aber wir haben uns eine Portion zu dritt geteilt, das war schon ok...
Donnerstag früh kamen Amin und ich erstaunlich erholt auf der Arbeit an. Nach dem Mittagessen ging es dann mit der Konzentration bergab, aber das war ja auch nicht anders zu erwarten.
Freitag ging es dann - noch immer im Kletterfieber für Dennis und mich wieder an die Wand! Allez up! Dort trafen wir uns mit einem Mitabenteurer, Nicola, aus der Ice Climbing School, der uns erst einmal zeigte, was man an der Wand so alles machen kann... beeindruckend!
Viel zu spät lösten wir uns wieder und waren dann erst gegen Mitternacht bei Frite alors, nachdem wir 30 min. bei höchstens -20 °C auf der Suche nach einem geeigneten Restaurant den Boulevard Saint Laurent hochgelaufen sind. Um eins war ich dann zu Hause, fertig aber zufrieden.
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/KletternImAllezUp
Der Spaziergang in der Kälte rächte sich am nächsten Morgen: Ich hatte Halsschmerzen! Für Samstag stand Markt und Kochen mit den Kollegen und gemeinsames Fotoschauen auf dem Programm. Nina stieß dann am Jean Talon zu uns und nachdem wir Kartoffeln, Weißrüben, Fisch und Süßkartoffeln gekauft hatten, ging es ab zu Amin, wo wir dann Bilder meiner vergangenen Reisen, Amins Trip von San Francisco nach Las Vegas und Dennis Berichte von seinem Zivildienst und Indientrips, die wirklich beeindruckend waren, sahen. Ich war den ganzen Tag noch vom Klettern müde und bin früh ins Bett gegangen.
Sonntag (15.02) stand dann wieder Skifahren auf dem Programm. Diesmal hatte ich über Craigslist einen Marokkaner aufgegabelt, der uns einfach so, nur für einen Kaffee, mit nach Saint Sauveur genommen hat. Das war ein im Vergleich zu Mont Garceau noch größeres Skigebiet mit vielen vielen Pisten, einem Snowboarder-Funpark und mit 7 Liften über einem hübschen kleinen Dörfchen. Die kleine Schweiz nennen die Quebecker liebevoll diesen Ort...
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/20080217StSauveur
Boarden klappte schon viel besser: Geschwindigkeit x2, Fallrate /2 im Vergleich zum letzten Mal, wie es sein muss!!! :D
Sonntag habe ich dann noch gelernt, die Klausuren für Hagen stehen bald an: Unternehmensgründung und Unternehmensbewertung am 26.02. und Planung und Organisation am 06.03...

Nächstes Wochenende fahren wir mit der Kammer auf ein Chalet: Skiwochenende. Die Planung läuft in voller Fahrt...
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