Dienstag, 22. Januar 2008
Party, Kanadische Freunde und Parc Olympique
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Diesen Freitag war ich auf der ersten kanadischen Party hier.
Mein Mitpraktikant Dennis und seine WG-Mitbewohner waren Gastgeber. Da diese sehr unterschiedliche Leute sind (BWL-Student, Video-Game-Designer, Politikwissenschaften...) hatten sie auch sehr unterschiedliche Freunde so dass in der Wohnung ein bunter Haufen verschiedenster Gesinnungen zusammentraf:
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/Party
Der letzte Bus gegen 1.00 Uhr beendete meine Beteiligung an diesem Abend.
Letzte Woche habe ich eine Kanadierin kennengelernt, Danielle, die bei mir um die Ecke wohnt und auch einen Hund hat. Mit ihr habe ich dann am Sonntag in der Indoor-Laufbahn der McGill Universität (diese Sportanlagen hätten jede deutsche Universität neidisch gemacht), bei einer Bauchtanzveranstaltung am Nachmittag und Abends habe ich den besten Burger meines Lebens und unglaublich zartschmelzende Schokolade in einer der kleinen Restaurants auf "der Saint Denis" gegessen, der Hauptlebensader des samstagabendlichen Montreals.
Sonntag ging es dann zum nächsten Abenteuer, einem Ausflug zum "Village des Valeurs", einem riesigen 2nd Hand Laden, wo ich ein paar Schätzchen erstand. Dieses lag in der Nähe des Parc Olympique, der sich mit seiner eigenwilligen Architektur stark von seiner Umgebung abhebt.
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/ParcOlympiqueMambeau
Abends waren Danielle und ihr Hund Mambeau dann zu Besuch in meinem kleinen Appartement und wir haben nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem DVD-Player dann doch noch erfolgreich "Ratatouille" sehen können, den wir für 5 $ aus der Videothek ausgeliehen haben.
So far...
Dienstag, 15. Januar 2008
Plateau Mont-Royal
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An meinem zweiten freien Wochenende standen Streifzüge in meine nähere Stadtteilumgebung auf dem Programm. Mein Viertel, welches den Berg und Parc Mont Royal auf der rechten Seite umgibt, heißt Plateau Mont-Royal. Auf der östlichen Seite wird es von zwei großen belebten Einkaufs- und Erlebnisboulevards begrenzt, auf denen es vom „Maison 1 $“, wo man günstig Kleinteile für den Haushalt erwerben kann, bis zum Kuriositätenladen und den teuren, chicen Boutiquen alles gibt. Trotz dieser gewerblichen Vielfalt bleibt sich das Viertel in seinem Stil treu und so sind viele Geschäfte auch hinter den auf die Straße führenden Treppen zu finden oder mehrere Geschäfte liegen – wie auch die Wohnungen – übereinander, das obere ist über die Außentreppe zu erreichen. Das Viertel ist bunt wie seine Häuser. Man kann Gerichte aus Mexiko, Griechenland, der Ukraine, Thailand, Vietnam und sehr viel Sushi finden.
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/KNstlerviertelPlateauMontRoyal
Am Sonntag bin ich mit meinem Mitpraktikanten in dem „Maison de la Culture“ gewesen, einer staatlich geförderten Kulturstätte und habe eine Fotografie-Ausstellung „Territoires sous pression“ besucht, in der Bilder von Gegenden, die unter der von Menschenhand geschaffenen Bodenerosion und den aus diesem Grund verwüsteten, von Staubstürmen geplagten Regionen Chinas und auch Kanadas berichtet wird.
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/BesuchImMaisonDeLaCultureInsgesamt eine schöne Ausstellung, heute war ich noch einmal in diesem Kulturzentrum gewesen, um eine Veranstaltung zu besuchen, die ebenso wie die Ausstellung kostenlos war. Ein aus Montreal stammender, mit mehreren nationalen Preisen dekorierter Dichter hat Gedichte vorgelesen, dazu gab es Musik von einem begabten Trio aus Gesang, Barockquerflöte und Cembalo.
Dienstag, 8. Januar 2008
Trip zum Mont Royal, Alltagserfahrungen
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Endlich - mein erstes freies Wochenende!
Schon die ganze Zeit hatte mich der über der Stadt liegende Mont Royal, das Wahrzeichen der Stadt, gereizt. An meinem ersten freien Tag - es war besonders kalt, habe ich mich dann mit Baghira aufgemacht. An Joggern (mit Spikes unter den Schuhen) und Langlauf-Skifahrern vorbei stapften wir den zugeschneiten Berg langsam nach oben bis zur Spitze. Der ca. anderthalbstündige Aufstieg wurde jedoch reich belohnt: Die Aussicht war grandios:
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/MitBaghiraImParcDeMontRoyal
Nach dieser erfreulichen Unterbrechung musste ich dann aber auch anfangen, mich an meine Einsendearbeiten zu setzen, die Montag fertig zu sein hatten.
Am besagten Montag früh sandte ich Mirco dann die letzten .doc files zu ... geschafft.
Inzwischen war es wärmer geworden, der Schnee schmolz. Die ganze Nacht fuhren die Bagger und Planierraupen mit lautem Piepen und Gehupe die Tonnen Schnee aus der Stadt.
Skurril muteten die Zufallsfunde entlang der stark frequentierten Bürgersteige. Was über Wochen im Schnee verborgen oder verloren war, kommt gerade zu Tage: Handschuhe, Schals und Mützen liegen wie verloren auf den immer kleiner werdenden Schneehaufen...
Inzwischen habe ich mich eingelebt. Der Schlafrythmus ist angepasst, ich weiß, wo ich ungefähr was einkaufe und wann die Geschäfte schließen.
Manche Lebensmittel sind unglaublich teuer hier. So kostet Milch ein halbes Vermögen. Für 2 l frische Milch zahlt man knapp 5 $, also ca. 3,50 €... Gutes Obst ist auch rar und teuer, die Äpfel sind winzig (die würden hier als Pferdeäpfel durchgehen). Ich habe mir in Anbetracht des warmen Wetters - es ist jetzt deutlich über 0° C - ein paar neue Schuhe gekauft, da war der Preis normal, ich musste allerdings etwas länger nach einem Deichmann - ähnlichen Laden in der Mall suchen, die meisten Läden waren schon etwas schicker...
Mit Mirco kann ich meistens sogar zweimal am Tag telefonieren, morgens sogar mit ordentlichem Bild und Ton, abends geht meine Bandbreite immer in die Knie, weil da wohl alle Leute im Internet sind...
Aber heute Abend habe ich es mir mit einem Pott Ben& Jerry's Cookie Dough und einem 2-l-Pack Tropicana gemütlich gemacht und werde noch etwas auf joox nach einer schönen Doku stöbern...
Bis dahin.
Sonntag, 6. Januar 2008
Flug und erste Tage
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Nachdem ich schon am Morgen telefonisch erfahren hatte, dass mein HundBaghira nicht mit mir würde fliegen können (Kosten: 621 € statt 220 €) ging mein Flug am 01.01.08 um 14.10 pünktlich von Frankfurt ab nach Chicago, Flugzeit ca. 10 h.
Der Aufenthalt in den USA war denkbar lästig... 1 h warten vor dem Zoll, Einreise, bohrende Fragen, Fingerabdruck und Iris-Scan, Abholung meiner 3(!) Gepäckstücke, wieder einchecken, dann der Gau: Die Crew unseres kleinen Fliegers war nicht da, 5 h Verspätung. Der einzige Vorteil: Am Gate bildete sich eine kleine Leidensgemeinschaft, in der wir über Montreal reden und Kekse tauschen konnten. Folglich kam ich nicht um 11 Uhr, sondern gegen 5 Uhr Ortszeit voll beladen im verschneiten Montreal, Rue Ste Famille an.
Es war jedoch kein Portier, der mir wie versprochen den Schlüssel brachte. Glücklicherweise traf ich auf eine ältere Dame, die ihre 2 Hunde ausführte und die bei der Verwaltung mithalf. Sie übergab mir dann die Schlüssel und zeigte mir die wesentlichen Einrichtungen wie Wäschekammer, Pool und EC-Automat. Ich legte mich noch für 1,5 h schlafen, denn um 9 war ja bereits mein Arbeitsantritt.
Die Fotos hierzu:
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/Tag1
Die Kolleginnen von der deutsch-kanadischen Industrie- und Handelskammer sowie der Praktikant, der zum gleichen Datum wie ich anfing waren sehr nett und reagierten sehr flexibel, als ich ihnen mitteilte, dass ich am gleichen Tag um 12 Uhr meinen Hund vom Flughafen abholen musste. Alles natürlich via Taxi, was ein teurer Spaß...
Sie hatte noch etwas Verspätung, so dass ich heilfroh war, sie am 2.1. gegen 15.00 Uhr Ortszeit aus dem Cargo Center der Air Canada abholen zu können. Sie war ziemlich aufgeregt, aber sobald sie aus dem Käfig war, beruhigte sie sich schnell...
http://picasaweb.google.de/IrisMontreal/MitBaghiraImParcJeanneMance
Am Abend gab es für uns beide mangels Alternativen Nudeln mit Philadelphia...